Blick hinter die Kulissen

Rentner der Stadt Altdorf besuchten am Vormittag Einrichtungen der Lebenshilfe Nürnberger Land. Begeistert waren sie vom pädag. Sport- und Freizeitangebot der Dr. Bernhard Leniger Schule.

Rentner der Stadt Altdorf besuchten am Vormittag Einrichtungen der Lebenshilfe Nürnberger Land.

Auf diesen Besuch hatte sich Lebenshilfe-Chef Gerhard John und seine Ehefrau Inge ganz besonders gefreut: Sie begrüßten am Mittwochvormittag Besucher aus Altdorf, Gerhard John’s ehemalige  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. – Bis zu seiner Pensionierung war John geschäftsführender Beamter der Stadt Altdorf b. Nürnberg. Bei einem ausführlichen Rundgang zeigte er der interessierten Besuchergruppe die Schönberger-Einrichtungen mit Dr. Bernhard Leniger Schule am Förderzentrum geistige Entwicklung, die Moritzberg-Werkstätten, eine Einrichtung zur berufliche Rehabilitation und das Reittherapiezentrum.  

Interessierte Besucher – Lebenshilfe-Chef John freute sich über den Besuch seiner ehemaligen Mitarbeiter aus Altdorf.

Sonderschulrektor Erwin Janko erläuterte den interessierten Besuchern Schul-Einrichtung, unter deren Dach auch eine Schulvorbereitende Einrichtung als auch eine Heilpädagogische Tagesstätte, untergebracht sind (Foto). Gut einhundert Schüler besuchen derzeit das Schulzentrum in Schönberg. Zwölf Jahre lernen hier Mädchen und Buben mit geistiger und mehrfacher Behinderung, von der Grund- und Hauptschule als auch einer zweijährigen Berufsschulstufe. Es gebe auch inklusive Lernangebote, wie beispielsweise der Unterricht für eine so genannte Partnerklasse mit Schülern der Dr. Bernhard Leniger Schule an der Grundschule Diepersdorf. Schüler mit und ohne Behinderung lernen in einigen Fächern miteinander oder verbringen die Schulpausen zusammen.  

"Betrieb Lebenshilfe"

Danach schloss sich ein Rundgang durch die Werkhallen Moritzberg-Werkstätten an. Die Besucher staunten nicht schlecht über die Vielfalt der modernen Arbeitsplätze und das Tätigkeitsangebot. „Das wirkt wie ein Betrieb im 'Betrieb Lebenshilfe“', so deren erstaunter Tenor. Rund 360 Beschäftigte mit Handicaps arbeiten in den Moritzberg-Werkstätten. Inklusion spielt auch hier eine immer größere Rolle. Viele der Beschäftigten sind inzwischen nur noch formell hier angestellt, arbeiten in Betrieben außerhalb der Werkstatt, haben ein so genanntes „Außenarbeitsplatz-Verhältnis“ inne. Aufgrund dieser Tendenz plane die Lebenshilfe aktuell auch keine räumliche Erweiterung der Moritzberg-Werkstätten. Stolz zeigte Werkstattleiter Wolf das Leistungsspektrum auf. Dies erstrecke sich von der eigenen Werkstattküche, die täglich 600 Essen zubereitet und auch externe Kunden beliefert, bis zum Dienstleistungsbereich im Garten- und Landschaftsbau über Industriemontage bis zu handwerklichen Bereichen einer Schneiderei, Schreinerei oder der Metallbe- und Verarbeitung und ein Werkstattladen.

Gute Eindrücke mitgenommen

„Wir haben hier ein herzliches Miteinander und zugleich ganz viel Professionalität erlebt“, fasste  Christa Schuster die Eindrücke der Besuchergruppe zusammen. Gerne, so John's ehemalige Kollegen, sei man hier gewesen – ein schon längst überfälliger Besuch.