Das Beste für Menschen mit Behinderung

Gemeinsam das Beste für Menschen mit Behinderung erreichen: Drei Tage standen Vorstand, Geschäftsleitung und Einrichtungsleitungen der Lebenshilfe Nürnberger Land bei ihrer Klausurtagung in Passau intensiv im Dialog. Auf der Tagesordnung standen Themen wi

Nürnberger Land – Vorstand, Geschäftsleitung und Einrichtungsleitungen der Lebenshilfe Nürnberger Land e. V. trafen sich zu ihrer jährlichen Klausurtagung, diesmal in Kloster Aldersbach bei Passau. Im Fokus der dreitägigen Tagung standen einrichtungsübergreifende Lebenshilfe-Themen zur Förderung und Betreuung für Menschen mit Behinderung.


Die Herausforderung der Lebenshilfe für die Zukunft besteht, aus Sicht von Geschäftsführer Norbert Dünkel in der Aufgabe, Menschen mit Behinderung für ein selbstbestimmtes Leben in allen Alters- und Lebenslagen zu unterstützen. Vom Kindergarten über die schulische Bildung bis zu den Themen Arbeitsmarkt und Wohnung baue die Lebenshilfe konsequent inklusive Angebote aus.

Erfreulich, so Dünkel, sei insbesondere die steigende Angebotsbreite in der beruflichen Inklusion: 27 feste Außenarbeitsplätze hat die Lebenshilfe derzeit in Handwerksbetrieben, Gastronomie, Einzelhandel, Hauswirtschaft und kommunalen Einrichtungen. Das sind bereits 16 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr. Darüber hinaus absolvieren 22 Betreute ein Praktika außerhalb der Lebenshilfe-Werkstätten.

Ein Spiegel gelebter Inklusion zeige sich darin, so Lebenshilfe-Vorsitzender Gerhard John, dass Mietwohnungen bei Erwachsenen mit intellektueller Behinderung immer beliebter werden. Deshalb will die Lebenshilfe ihr ambulant unterstütztes Wohnangebot (AUW) ausbauen. Derzeit betreut das AUW-Team 20 Personen mit Handicap mit eigenem Hausstand, weitere 15 Bewohner, die in  Wohngemeinschaften sehr selbstständig zusammen leben. Zudem haben Vorstand und Geschäftsleitung einen Zeitplan zur, vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Modernisierung der Wohnheime aus den 1980er und 1990er Jahren, vorgestellt.

Ein modernes Wohnkonzept für Menschen mit Behinderung für 50 neue stationäre Wohnplätze bis 2030 liegt bereits vor. Die Planungen sollen nun zeitnah umgesetzt werden. „Wir werden bis 2020 eine neue, inklusive Wohngemeinschaft in Altdorf, Lauf oder Hersbruck eröffnen", fundierte Norbert Dünkel. Deshalb werde auch das Thema Wohntraining für Erwachsene mit Handicap in den kommenden Jahren einen noch größeren Stellenwert erhalten.

Ausbau der Seniorenplätze und Sanierung der Schule

Sechs betagte Frauen und Männer mit geistiger Behinderung nutzen aktuell die Tageseinrichtung für Senioren (TENE). In den kommenden fünf Jahren wird sich der Bedarf potenzieren, deshalb will die Lebenshilfe dieses Angebot erweitern. „Räumlich wie personell werden wir diesen Bereich in zwei Etappen – bis 2020 und 2030 – aufstocken und noch stärker für externe betagte Betreute öffnen. Unser Ziel ist, dass betreute Bewohner aus Lebenshilfe-Einrichtungen in ihrem gewohnten Lebensumfeld bleiben können und weiterhin eine optimale, behindertengerechte Förderung erhalten", zeigte Norbert Dünkel auf.

Die Sanierung der Dr. Bernhard Leniger Schule in Lauf-Schönberg, gebaut Mitte der 1970er Jahre, ist finanziell, baulich und logistisch eine große Herausforderung des Verbands für die nächsten Jahre.

Mehr Lebenshilfe will der Fachverband Menschen mit Behinderung in Punkto Informationen bieten. „Viele Informationen unserer neuen Webpage werden wir bis Ende 2017 in so genannter ‚Leichter Sprache‘ anbieten und sukzessiv ausbauen", bekräftige Dennis Kummarnitzky. Eine inklusive Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Umsetzung.

Das Beste für Betreute

Ein spannendes Thema war der reflektierende Blick auf das Bundesteilhabegesetz (BTHG), das Anfang 2017 in Kraft getreten ist und die dadurch veränderten Rahmenbedingungen für Menschen mit Behinderung als auch für die Lebenshilfe. Die Umsetzung der Neuerung, die das BTHG fordert und, die u. a. kräftig im Wohnbereich zu spüren sein werden, ist ein vorrangiges Lebenshilfe-Ziel. „Unsere Betreuten können sich auf uns verlassen", versprach Lebenshilfe-Chef John. Stolz sei die Lebenshilfe in ihrer fünfzigjährigen Historie in ihren Kernbereichen Fördern und Begleiten – vom Säugling bis zum alten Menschen sowie für Integration und Inklusion – viel für Menschen mit Behinderung in der Region auf den Weg gebracht zu haben.

Mit der Verpflichtung von Dennis Kummarnitzky, als Stellvertreter des Geschäftsführers der Lebenshilfe Nürnberger Land, übernimmt der bisherige Assistent der Geschäftsleitung noch mehr Führungsaufgaben. Ein weiterer Schritt in die Zukunft des Verbands sind auch die neu in die Vorstandschaft kooptierten Mitglieder Isabelle Müller aus Lauf und Werner Merkel aus Altdor