Glühwein für guten Zweck

Nachhaltiges Konzept rund um Gaudi und Gutes tun: Schnaittacher Freunde erlösten auf Weihnachtsmarkt 320 Euro mit ihrem Glühweinstand.

Sieben junge Leute aus Schnaittach zeigen, was eine schöne Weihnachtsherzgeschichte braucht: Illusion, Ideen, eine gehörige Portion Idealismus und Organisationstalent: Andreas Reinert, Maximilian Dierner, Daniel Taufer, Niklas Schmitz, Matthias Schult, Fabian Wazlav und Thomas Tyrach heißen die sieben Männer aus Schnaittach, die sehr stolz 320 Euro zu Gunsten der Lebenshilfe im Nürnberger Land spenden. Geld, das die Clique mit dem Verkauf von Erfrischungen in ihrer "Weiherscheißer-Alm"-Bude auf dem Schnaittacher Adventsmarkt, erlöste.

Ein sehr herzliches Dankeschön zollte der stellvertretende Lebenshilfe-Geschäftsführer Dennis Kummarnitzky gegenüber den Spendern für deren Idee und Engagement und, dass sie dabei an Menschen mit Behinderung in der Nachbarschaft, eben an die Lebenshilfe Nürnberger Land, gedacht haben. „Die Spende kommt Menchen mit Behinderung hier im Nürnberger Land zu Gute. Etwa für die Anschaffung von Förder- oder Freizeit-Extras für die Frühförderung oder für zur Unterstützung unserer Senioren mit Handicaps, wie ein Tiergarten- oder Kinobesuch." 

Das sei ganz im Sinne der sieben Freunde: „Von Anfang an stand für uns fest, den Gewinn unserer Aktion zu spenden", so Initiator und Organisator Thomas Tyrach. "Nach kurzen Überlegungen sind wir auf die Lebenshilfe Nürnberger Land gekommen, da es zur Weihnachtszeit viele Aktionen für bedürftige Menschen in fremden Ländern gibt, aber selten direkt in der Region geholfen wird." 

Online-Spenden-Option kommt an!

Was Thomas Thyrach und seinen Freunden in Punkto Lebenshilfe überzeugte, sei die angenehme, unbürokratische Kommunikation mit den Verantwortlichen im Hause und Abwicklung nebst modernen Online-Spendenangebot.

Feuerzangenbowle, Glühwein oder Kaba mit Eierlikör waren die Renner am Weiherscheißer-Alm-Stand der Schnaittacher Freunde.

Illusion, Idee und Idealismus - ein Einblick

Unsere Clique besucht regelmäßig Weihnachts- und Adventsmärkte in der Umgebung. Die letzten Winter waren teilweise recht mild und da entstand die Idee, selbst einmal einen Stand aufzumachen und dort, neben Glühwein auch Bier, ausschenken“, erinnert sich d

"Unsere Clique besucht regelmäßig Weihnachts- und Adventsmärkte in der Umgebung. Die letzten Winter waren teilweise recht mild und da entstand die Idee, selbst einmal einen Stand aufzumachen und dort, neben Glühwein auch Bier, ausschenken“, erinnert sich der Schnaittacher Thomas Tyrach.

Leider war die Clique 2016 zu spät dran. Der „Weihnachts-Budenplan“ schwirrte weiterhin im Kopf von Thomas Tyrach. Im Herbst fragte er seine Freunde, wer bei der „Budenidee“ mitmachen würde. Für Andreas Reinert, Maximilian Dierner, Daniel Taufer, Niklas Schmitz, Matthias Schult, Fabian Wazlav und Thomas Tyrach, alle im Alter zwischen 21 und 23 Jahren und aus Schnaittach und Umgebung, stellte sich nur die Frage: „Wie gehen wir es an?“.

 
Gaudi haben. Gutes Tun.

Schon beim ersten Treffen waren sich die Freunde einig, dass nicht ein Gewinn, sondern das Miteinander und viel Gaudi im Vordergrund stehen müssen. „Also lag der Gedanke nicht weit entfernt, den Gewinn zu spenden. Nach kurzen Überlegungen sind wir auf die Lebenshilfe Nürnberger Land gekommen, da es zur Weihnachtszeit viele Aktionen für bedürftige Menschen in fremden Ländern gibt, aber selten direkt in der Region geholfen wird“, lässt Thomas Tyrach sein Erinnerungen Revue passieren.  

Weil die Schnaittacher wegen ihres Bürgerweihers häufig liebevoll als „Weiherscheißer“ bezeichnet werden, kam der Clique sofort der prägnante Name „Weiherscheißer-Alm“ in den Kopf. Das Motto sollte ein Adventsstand mit Après-Ski-Feeling werden.

Aufwand lohnte

Erst mittendrin hatte die Clique dann bemerkt, wie viel Aufwand wirklich hinter so einer Aktion steckt. Genehmigungen einholen, Plakate entwerfen, Getränke bestellen, Preise festlegen … und und und. Viele Male trafen sich die Freunde, um ihre „Weiherscheißer-Alm“-Bude bis zur Eröffnung am zum ersten Adventssonntag am 3. Dezember, zu organisieren. Eingekauft hat das Weiherscheißer-Alm bei Edeka Gradl in Heroldsberg, wo Kollege Niklas Schmitz arbeitet. 

Von Wasser, Cola Radler, Bier über Feuerzangenbowle, heißen Kakao mit Eierlikör oder Rum, Jägermeister, selbstgemachte Spekulatius- und Lebkuchenliköre sowie Jagertee als auch Plätzchen und Schmalzbrote – ein Angebot, das ankam. „Ausgerechnet am Weihnachtsmarkttag hat es derart geschneit und es war wirklich kalt, dass unser Plan mit dem Bierverkauf nicht aufging. Umso besser ‚liefen‘ die warmen Getränke. – Uns wurde förmlich die Bude eingerannt.“  Schon am späten Nachmittag kam die Truppe beim Auffüllen der Getränke kaum nach. „Jeder wollte eine Feuerzangenbowle oder eine ‚Heiße Oma‘ (Kakao mit Eierlikör) trinken“, erinnert sich Initiator Thomas Tyrach.

Helfen macht happy!

Die Bilanz „Weiherscheißer-Alm-Bude“ sehen die Freunde durchwegs positiv: „Nach verrechnen der Ausgaben, können wir stolz einen Gewinn von 320 Euro vorweisen." 

Für das Team ein langer Weg zum Ziel, der aber allen großen Spaß bereitete und wahrlich ein Glücksmoment bescherte. Die Aktion wollen die Freunde im kommenden Jahr fortsetzen: „Unsere Truppe hatte richtig Gaudi. Die Gäste auch. ‚Après-Ski Musik‘, eine Nebelmaschine nebst  Diskokugel im Stand machte das Feeling perfekt“. Gegen 20 Uhr sind die letzten Gäste nach Hause. „Wir hatten viel Zuspruch bekommen für unser Angebot. Insbesondere die Idee, den Erlös an die Lebenshilfe zu spenden, kam bei unserem Publikum sehr gut an.“, so das Weiherscheißer-Alm“-Team. Auch die aufgestellten Spendendosen kamen an. Viele Gäste seien gar enttäuscht gewesen, dass der Stand vorerst nur am 1. Advent geöffnet hatte. "In diesem Sinne wünscht die gesamte „Weiherscheißer-Alm“ schon frohe Weihnachten und einen guten Start in das Jahr 2018!"