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Mit Witz und Akrobatik

Marcel Schneider, Armin Kroder, Dieter Quast, Norbert Thiel, Jürgen Six, Thomas Reichel, Norbert Dünkel und Werner Zobel
Marcel Schneider, Armin Kroder, Dieter Quast, Norbert Thiel, Jürgen Six, Thomas Reichel, Norbert Dünkel und Werner Zobel

Nürnberger Land – Ganz im Zeichen der Lebenshilfe Nürnberger Land stand die Benefizprunksitzung der Faschingsgesellschaft Feucht-fröhlich in der aufwändig geschmückten Röthenbacher Stadthalle. Und so begrüßte Präsident Werner Zobel neben 2. Bürgermeister Dieter Quast aus Röthenbach auch Landrat Armin Kroder sowie für die Lebenshilfe den 2. Vorsitzenden Jürgen Six, Geschäftsführer Norbert Dünkel, den Ehrenvorsitzenden Gerhard Neumann, die Ehrenmitglieder Anton Dobmeier und Helmut Reich und den Träger der Ehrenmedaille der Lebenshilfe, Marcel Schneider. Viele Bürgermeister der Nachbargemeinden und Kreisräte sowie einige Sponsoren komplettierten die Zahl der Ehrengäste.

Der Spielmannszug Röthenbach eröffnete das Programm schwungvoll, bevor 2. Bürgermeister Quast in seinem Grußwort betonte, dass die Stadt Röthenbach wieder die Hallenmiete zu Gunsten der Lebenshilfe übernommen hatte. Allen Gästen dankte er für ihre Unterstützung durch den Kauf der Eintrittskarten.
Dazu kündigte Werner Zobel gleich die Juniorengarde mit ihrem Marschtanz an, die das Publikum in die richtige Stimmung brachte, um einem „ewigen Junggesellen“ bei seiner vergeblichen Suche nach einer Frau zuzuhören. Mit seinem Jogginghosen-Outfit konnte der Junggeselle, der sich als Wolfgang Düringer aus Gochsheim entpuppte, im Saal zwar keine Frau überzeugen, aber alle köstlich amüsieren.
Auch das Nürnberger Prinzenpaar Nina I. und Markus I. mit seinem Hofstaat gab den Röthenbachern die Ehre. „Närrische und frohe Tage, natürlich mit uns – keine Frage„ ist deren Motto für den Fasching und das setzten sie dann gleich in die Tat um und animierten das Publikum zum Mittanzen. Für ihren besonderen Einsatz für die Lebenshilfe wurden Werner Zobel, Norbert Dünkel und Marcel Schneider mit ihrem Orden ausgezeichnet.
Eine betreute Gruppe der Lebenshilfe Annaberg-Buchholz hatte mit ihren Betreuern das Märchen „Rotkäppchen“ in einer etwas anderen Form einstudiert, es mit gängigen Schlagern unterlegt und erntete dafür von den Besuchern stürmischen Beifall.
Nachdem das Junioren-Tanzmariechen, Selina Siegl über die Bühne gewirbelt war, erzählte Pascal Czerwek als Krankenschwesterschülerin-Vertretung im schönsten Fränkisch von den Schwierigkeiten, die er mit seiner Verkleidung und den Patienten beim Einsatz im Krankenhaus hatte.

Übergewicht hat man

„Mamas König rockt Grease“ Dem Marschtanz der Aktivengarde folgte Andrea Lipka als übergewichtige Frau, die ständig mit Diäten und dem Jo-Jo-Effekt kämpft. Ihr halfen weder eine Siebentage-Kur, die sie effektiv gleich an einem Tag absolvierte, noch der Rat ihrer Freundin, abends in den Kühlschrank zu schauen, der nichts Richtiges enthält und dann ins Bett zu gehen. Sie machte das Ganze immer umgekehrt und hatte auch keinen Erfolg. Und so blieb ihr nur die Erkenntnis: „Über Gewicht spricht man nicht, Übergewicht hat man.“

Mit dem Orden der Faschingsgesellschaft Feucht-fröhlich zeichneten Präsident Werner Zobel und Page Doris dann Dieter Quast, Armin Kroder, Jürgen Six, Norbert Dünkel, Marcel Schneider, Thomas Reichel und Norbert Thiel aus. Norbert Dünkel berichtete dabei von der Errichtung der ersten integrativen Kinderkrippe in Röthenbach, dem neuesten Projekt der Lebenshilfe. Da kamen die Schecks von Landrat Kroder und Marcel Schneider gerade recht, die Dünkel in Empfang nahm.

Breitbeinige Prominenz

Armin Kroder hatte zusammen mit Dünkel und Six am Morgen am Indoor-Cycling-Marathon in Feucht-Moosbach teilgenommen, der zu Gunsten der Lebenshilfe lief (wir berichten auf Seite 5) und erklärte damit ihren etwas breitbeinigen Gang. Außerdem würdigte er das große Engagement der Feucht-fröhlichen, das ihnen vor kurzem sogar eine Einladung nach Mainz zur dortigen Karnevalsgesellschaft eingebracht hatte.
Aus den „Little Kings“ sind inzwischen die „Wild Boys“ geworden , sie erfreuten die Besucher mit ihren Musikparodien, bevor „Freunde aus dem Weltall“ die Bühne bevölkerten. Die Juniorengarde hatte dieses Thema für ihren Showtanz gewählt und die Besucher waren begeistert.
Zum ersten Mal in Franken präsentierten sich Tante Luise und Herr Kurt aus Bremen – es wurde ein voller Erfolg. Akrobatische Kunststücke, die spielerisch leicht dargeboten und von herrlichem Wortwitz untermalt wurden, brachten den beiden stehende Ovationen ein. Am liebsten hätte das Publikum sie gar nicht mehr von der Bühne gelassen. Sie bauten sogar Ellen Dünkel in eine Hebe-Nummer mit ein, sehr zum Vergnügen der Zuschauer.
Mit einem Aktiven-Medley entführten Anna Gottmann und Theresa Gottowski in die Welt der Piraten. Ihnen folgte Jochen Burk als italienischer Migrant, der von seinen Anfängen in Deutschland der 60er Jahre berichtete, als er von Napoli direkt nach Gostenhof kam. Die Unterschiede zwischen Bella Italia und Franken machte er an Sprache, Essen und Mode deutlich und beklagte, dass sogar beim Faschingszug die Zuschauer keine Miene verziehen und italienische Begeisterung vermissen lassen. Ebenfalls in den 60er Jahren bewegte sich das Männerballett von Feucht-fröhlich am Anfang als Blumenkinder, wandelte sich dann aber mit den Jahren, bis die Jungs als Herzensbrecher ihren Tanz beendeten. Für sie gab es – wie für alle anderen Mitwirkenden – ein Geschenk von der Lebenshilfe und die beliebten Bilder, die Kinder der Frühförderung gestaltet hatten.
Der Travestie-Künstler Jacky Dümee darf in dem Programm in Röthenbach nicht fehlen, meinte Werner Zobel, und dieser folgte dem Ruf gern, um die Lebenshilfe zu unterstützen und die Besucher musikalisch zu unterhalten. „Mamas König rockt Grease“ versprach die Aktivengarde mit ihrem Showtanz zu Musical-Melodien und dass dies allen gefiel, bewies der Wunsch nach einer Zugabe, der gern erfüllt wurde.
Zum Finale versammelte Werner Zobel noch einmal die Aktiven auf der Bühne. Er bedankte sich für die Gastfreundschaft in Röthenbach, für die Unterstützung der Lebenshilfe bei der Vorbereitung der Benefizgala, bei allen Aktiven auf und hinter der Bühne und bei allen Besuchern, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten. Mit der Bitte, auch im nächsten Jahr wieder bei der Sitzung von Feucht-fröhlich zu Gunsten der Lebenshilfe zu Gast zu sein, verwies er auch noch auf die Prunksitzung in der Feuchter Reichswaldhalle am 19. Februar, bei der sogar Edmund Stoiber und Horst Seehofer (imitiert von Wolfgang Krebs) zu Gast sein werden.

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Bericht aus "Der Bote" vom 7.2.2011

07022011_DB_Die_einstige_Schnapsidee_ist_zur_Ehrensache_geworden.pdf [814.6 KByte] PDF Datei
07022011_DB_Mit_Witz_und_Akrobatik1.pdf [1.2 MByte] PDF Datei
07022011_DB_Mit_Witz_und_Akrobatik2.pdf [1.4 MByte] PDF Datei

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