Foto v.l.Karin Baumüller-Söder, Lydia Stähle, Teilnehmende Kunstkurs Lebenshilfe, Thomas Lang. 1. Bürgermeister Stadt Lauf, Helmut Brückner, stv. LR, Gerhard John, Chef der LH Nla, Norbert Dünkel, MdL, Hans-Peter Schmidt, Ehrenpräsident Bayer. Reit- und Fahrverband e. V. und Dennis Kummarnitzky, GF LH Nla bei der Enthüllung des Kunstpferds der Lebenshilfe vor der Laufer Wenzelburg, Lauf.
Am Mittwoch, 27. August, wurde um 14.30 Uhr ein außergewöhnliches Kunstwerk feierlich – auf der Grünfläche, im Übergang zur Wenzelburg in Lauf a. d. Pegnitz, enthüllt: Ein lebensgroßes, blaues Acrylpferd zieht künftig die Blicke am Übergang zur historischen Burganlage auf sich. Doch das Kunstpferd ist weit mehr als ein dekoratives Element – es steht symbolisch für gelebte Inklusion, für die Reittherapie im Allgemeinen und für die Lebenshilfe Nürnberger Land im Besonderen. Enthüllt wurde das Kunstpferd von Karin Baumüller-Söder. „Ein neuer touristischer Punkt mit starker Botschaft“, würdigte Erster Bürgermeister Thomas Lang das Projekt.

Gestaltet wurde das Kunstpferd im Kunstkurs der Moritzberg-Werkstätten zur Persönlichkeitsbildung. Die Gestaltung vereint künstlerischen Ausdruck mit gesellschaftlicher Aussagekraft: Auf dem Bauch des Pferdes sind die Landesflaggen Deutschlands und Tschechiens zu sehen – ein subtiler Hinweis auf die enge Verbindung zwischen der Stadt Lauf und der Tschechischen Republik. Kulturförderer und Unterstützer der Reittherapie Hans-Peter Schmidt würdigte das Projekt: „Das blaue Pferd wirbt für die Lebenshilfe, für Reittherapie und erinnert zugleich an die tiefe Verbindung beider Nationen. Der Standort vor der Wenzelburg erzählt diesen Kontext auf eindrucksvolle Weise.“

„Das bleibt mir unvergessen“, so Kunstkurs-Teilnehmerin Lydia Stähle. Sie freute sich sehr, zusammen mit Karin Baumüller-Söder die Enthüllung des Kunstpferdes zu begleiten.
Mit großem Engagement unterstützt Karin Baumüller-Söder die Anliegen der Lebenshilfe Nürnberger Land und sagte:
„Das blaue Pferd ist ein besonderes Symbol für Inklusion und wunderbarer Botschafter für das Reittherapiezentrum der Lebenshilfe Nürnberger Land – jetzt auch vor der Wenzelburg.Therapeutisches Reiten ist ein einzigartiger Ansatz, der Empathie, Gleichgewichtssinn und Bewegung gleichermaßen fordert und fördert. Das wirkt sich positiv auf die verschiedenen Entwicklungsbereiche und das Verhalten der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen aus. Die körperliche, geistige und psychische Leistungsfähigkeit sowie die gesamte Körperwahrnehmung werden enorm gefördert. Gleichzeitig schenken Pferde unglaubliche Lebensfreude und geben Selbstbewusstsein! Deshalb ist die Unterstützung des Reittherapiezentrums der Lebenshilfe Nürnberger Land für mich eine Herzensangelegenheit!“

Laufs Erster Bürgermeister Thomas Lang zeigte sich begeistert: „Hier verbindet sich Historisches mit Zeitgenössischem auf wunderbare Weise.“
Im Rahmen der „Laufer Lichtblicke“ vom 18. bis 20. September 2025 wird das Kunstpferd offiziell ins kulturelle Leben der Stadt eingebunden. Der Laufer Spielmannszug wird den neuen Kunstpunkt musikalisch begrüßen. Bürgermeister Lang ergänzte: „Die Lebenshilfe ist Teil unserer Stadt. Das Kunstpferd schafft eine schöne Verbindung – und wird sicher auch ein beliebter Fotopunkt für Bürgerinnen, Bürger und Gäste.“

Lebenshilfe-Vorstand Gerhard John dankte der Stadt Lauf für die Möglichkeit, das Kunstpferd vor der Burg aufzustellen. Er betonte: „Dass Frau Baumüller-Söder diesen Termin begleitet, verleiht unserem Anliegen – der Anerkennung der Reittherapie als Kassenleistung – große Aufmerksamkeit. Das ist nicht selbstverständlich.“

Zur Enthüllung des Kunstpferdes kamen auch Norbert Dünkel, MdL, der stellvertretende Landrat Helmut Brückner, Zweite Bürgermeisterin Nina Bezold sowie weitere Stadträte und Lebenshilfe-Fachvorstand Günther Spieß und Geschäftsführer Dennis Kummarnitzky. Deren Tenor: „Ein bewegender Moment mit künstlerischer Strahlkraft und gesellschaftlicher Relevanz.“ Norbert Dünkel brachte es in seinem Schlusswort auf den Punkt: „Mit viel prominenter Unterstützung galoppiert Inklusion nun sichtbar in die Öffentlichkeit.“
Ein besonderes Kunstwerk, das künftig dauerhaft vor der Laufer Wenzelburg steht, wurde am 27. August 2025 feierlich enthüllt: Ein lebensgroßes, blaues Acrylpferd wird die Blicke am Übergang zur historischen Burganlage auf sich ziehen. Doch das Kunstpferd ist weit mehr als ein dekoratives Element – es steht symbolisch für gelebte Inklusion, für die Reittherapie im Allgemeinen und für die Lebenshilfe Nürnberger Land im Besonderen. Enthüllt wurde das Kunstpferd von Karin Baumüller-Söder. Impressionen der Veranstaltung mit geladenen Gästen.
Unser blaues Kunstpferd vor der Wenzelburg hat nun auch einen Namen: Šemík.
Der Name stammt aus der tschechischen Sagenwelt und steht für ein treues, starkes Pferd – bekannt aus der Legende um den Ritter Horymir, vergleichbar mit unserem Ritter Eppelein von Gailingen.
Traditionell wird Šemík als Schimmel dargestellt – wir erlauben uns hier künstlerische Freiheit: Unser Šemík ist leuchtend blau lackiert und trägt am Bauch die Landesflaggen von Deutschland und Tschechien.
Die Farbe Blau steht für Zukunft, Freiheit und Verbindung – und macht Šemík zum Bindeglied zwischen Geschichte und Gegenwart.
Pferde haben die Menschheitsgeschichte begleitet – in Märchen, Mythen und auf historischen Wegen. Auch Karl IV. soll hoch zu Ross in Lauf eingezogen sein – sein Pferd, so heißt es, trug den Namen Šemík (wenn auch nicht gesichert).
Unser Kunstpferd Šemík steht heute für mehr als nur Geschichte:
Er symbolisiert Freundschaft, grenzüberschreitende Verbundenheit und die wohltuende Kraft der Reittherapie. Ein echter Botschafter für Inklusion – und für die Lebenshilfe Nürnberger Land.
Šemík ist ein mythischer, treuer und kluger Hengst aus der tschechischen Sagenwelt – bekannt als der Retter des Ritters Horymír.
Die Geschichte spielt zur Zeit des sagenhaften Fürsten Křesomysl, der in Vyšehrad (dem alten Burgberg in Prag) herrschte und seine Untertanen zwang, Silber zu schürfen, statt Felder zu bestellen. Eine drohende Hungersnot war die Folge.
Der Ritter Horymír, ein Verfechter der Landwirtschaft und des einfachen Volkes, widersetzte sich dem Fürsten. Als Strafe wurde er zum Tode verurteilt.
Doch Horymír bat um einen letzten Wunsch: einen letzten Ritt auf seinem Pferd Šemík. Was dann geschah, ist Legende: Šemík sprang mit Horymír über die hohen Mauern von Vyšehrad – ein waghalsiger Sprung über die Vltava (Moldau), der beide in Sicherheit brachte. Der Fürst war so beeindruckt, dass er Horymír begnadigte. Doch Šemík war schwer verletzt und bat seinen Herrn, ihn in Neumětely, vor dem Tor seines Hofes, zu begraben. Dort befindet sich bis heute ein symbolisches Grab mit einem Stein in Pferdekopfform.
Šemík steht für Treue, Mut und Freiheit – Werte, die auch in der Reittherapie und Inklusion eine zentrale Rolle spielen. Der Name Šemík stammt möglicherweise vom tschechischen Wort šemný („trickreich“) oder aus dem Germanischen (Schemig, Skemming) – und verweist auf die geheimnisvolle, fast göttliche Natur des Pferdes.Die Geschichte erinnert stark an die deutsche Sage von Eppelein von Gailingen, der ebenfalls durch einen legendären Sprung einer Hinrichtung entkam.
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