Traditionell wird Šemík als Schimmel dargestellt – wir erlauben uns hier künstlerische Freiheit: Unser Šemík ist leuchtend blau lackiert und trägt am Bauch die Landesflaggen von Deutschland und Tschechien.
Die Farbe Blau steht für Zukunft, Freiheit und Verbindung – und macht Šemík zum Bindeglied zwischen Geschichte und Gegenwart.
Pferde haben die Menschheitsgeschichte begleitet – in Märchen, Mythen und auf historischen Wegen. Auch Karl IV. soll hoch zu Ross in Lauf eingezogen sein – sein Pferd, so heißt es, trug den Namen Šemík (wenn auch nicht gesichert).
Unser Kunstpferd Šemík steht heute für mehr als nur Geschichte:
Er symbolisiert Freundschaft, grenzüberschreitende Verbundenheit und die wohltuende Kraft der Reittherapie. Ein echter Botschafter für Inklusion – und für die Lebenshilfe Nürnberger Land.
Šemík ist ein mythischer, treuer und kluger Hengst aus der tschechischen Sagenwelt – bekannt als der Retter des Ritters Horymír.
Die Geschichte spielt zur Zeit des sagenhaften Fürsten Křesomysl, der in Vyšehrad (dem alten Burgberg in Prag) herrschte und seine Untertanen zwang, Silber zu schürfen, statt Felder zu bestellen. Eine drohende Hungersnot war die Folge.
Der Ritter Horymír, ein Verfechter der Landwirtschaft und des einfachen Volkes, widersetzte sich dem Fürsten. Als Strafe wurde er zum Tode verurteilt.
Doch Horymír bat um einen letzten Wunsch: einen letzten Ritt auf seinem Pferd Šemík. Was dann geschah, ist Legende: Šemík sprang mit Horymír über die hohen Mauern von Vyšehrad – ein waghalsiger Sprung über die Vltava (Moldau), der beide in Sicherheit brachte. Der Fürst war so beeindruckt, dass er Horymír begnadigte. Doch Šemík war schwer verletzt und bat seinen Herrn, ihn in Neumětely, vor dem Tor seines Hofes, zu begraben. Dort befindet sich bis heute ein symbolisches Grab mit einem Stein in Pferdekopfform.
Šemík steht für Treue, Mut und Freiheit – Werte, die auch in der Reittherapie und Inklusion eine zentrale Rolle spielen. Der Name Šemík stammt möglicherweise vom tschechischen Wort šemný („trickreich“) oder aus dem Germanischen (Schemig, Skemming) – und verweist auf die geheimnisvolle, fast göttliche Natur des Pferdes.Die Geschichte erinnert stark an die deutsche Sage von Eppelein von Gailingen, der ebenfalls durch einen legendären Sprung einer Hinrichtung entkam.
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