Ein halbes Jahrhundert gelebte Inklusion, engagierte Teilhabe und sinnstiftende Arbeit: Die Moritzberg-Werkstätten der Lebenshilfe Nürnberger Land e. V. feierten ihren 50. Geburtstag. Das große Jubiläums-Sommerfest auf dem Werkstattgelände in Lauf-Schönberg würdigte nicht nur die lange Erfolgsgeschichte, sondern auch die Menschen, die sie möglich machen – die Eltern, Ehrenamtliche, Beschäftigte, Partner und Unterstützer.
„Arbeit bedeutet, seine Talente zu zeigen, der Gesellschaft zu dienen und ein Teil dieser zu sein. Arbeit heißt auch, sein eigenes Geld zu verdienen“, betonte Gerhard John, erster Vorsitzender der Lebenshilfe Nürnberger Land, in seiner Festrede. John lobte die Bedeutung der Werkstätten für die gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderung und den erfolgreichen Aufbau von Arbeitsplätzen sowohl in den Werkstätten selbst als auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
Landrat Armin Kroder erinnerte in seinem emotionalen Grußwort an die menschliche Seite der Inklusion: „Wir sind und bleiben ein sozialer Landkreis [...] Ich bin im Moment gesund, stark und fit, aber morgen bin ich vielleicht in einer Notsituation – durch Unfall, Behinderung, Krankheit oder Alter – und freue mich, in einer Gesellschaft zu leben, die mich auffängt!“ Kroder und langjähriger Förderer, Hans-Peter Schmidt, ließen die Geschichte der Werkstätten Revue passieren – von der Gründung 1975 in Günthersbühl bis zur heutigen, modernen Einrichtung mit über 300 Arbeitsplätzen und zahlreichen Außenarbeitsstellen.
Ein besonderer Moment des Festes war die Rede von Jens Giegler, Leiter der Motorenmontage bei MAN Truck & Bus SE und größten Auftraggeber, der die produktive Zusammenarbeit mit den Werkstätten hervorhob: „In jedes Bauteil, das seinen Weg in einen MAN-Truck findet, fließt hier echte Leidenschaft.“ Und ebenso leidenschaftlich stimmten Geschäftsführer Dennis Kummarnitzky und Werkstattleiter Dietmar Meinlschmidt auf das langersehnte Sommerfest ein, dem mit Hilde Thordsen und Waltraud Schneider auch zwei Gründungsmitglieder und viele ehemalige Mitarbeitende beiwohnten, die zusammen “unter Freunden” feierten.
Das Sommerfest bot ein buntes Programm für Groß und Klein:
Auftritte der inklusiven Musikband „Die Schmetterlinge“, der Samba-Gruppe „Ramba Zamba“ der Lebenshilfe Bamberg und des „ABM-Orchesters“ der Stiftung Attl
Seit der Gründung 1975 als „Beschützende Werkstätte“ entwickelte sich die Einrichtung stetig weiter – mit dem Neubau 1985 in Schönberg, der Umbenennung in „Moritzberg-Werkstätten“ und zahlreichen Meilensteinen: die Zusammenarbeit mit renommierten Industriepartnern wie MAN, EuWe oder PUMA, die Gründung des Garten- und Landschaftsbaus, Schaffung von Außenarbeitsplätze in der Metropolregion, der Aufbau des bundesweit einzigartigen Reittherapiezentrums und die erfolgreiche Einführung der Produktmarke „Moritz“.
Mit innovativen Projekten – vom robotergestützten Arbeiten bis hin zum inklusiven Filmstudio und eGaming – stehen die Moritzberg-Werkstätten heute als Symbol für moderne Teilhabe und Inklusion. Das 50-jährige Jubiläum war ein würdiger Anlass, auf Vergangenes stolz zurückzuschauen – und voller Tatendrang in die Zukunft zu blicken.
Seit 50 Jahren bietet die Lebenshilfe Nürnberger Land Menschen mit Behinderung interessante und erfüllende Tätigkeiten in den Moritzberg-Werkstätten. Das Jubiläums-Sommerfest am 11. Juli 2025 war eine besondere Gelegenheit, der Belegschaft für ihre hervorragende Arbeit zu danken und gemeinsam zu feiern.
Arbeit bedeutet, seine Talente zu zeigen, der Gesellschaft zu dienen und ein Teil dieser zu sein. „Arbeit heißt auch, sein eigenes Geld zu verdienen“, betont Gerhard John, Chef der Lebenshilfe Nürnberger Land. Die Werkstätten und ausgelagerte Arbeitsplätze in Unternehmen des regulären Arbeitsmarktes leisten hier einen bedeutenden Beitrag zur gesellschaftlichen Integration und Inklusion.
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