Lauf – Es hat sich längst eingespielt: Die berufsschulfreie Zeit der Faschingswoche nutzen Auszubildende des kaufmännischen und gewerblich-technischen Bereichs von CeramTec für eine Hospitation in den Moritzberg-Werkstätten der Lebenshilfe Nürnberger Land in Lauf-Schönberg. Für beide Seiten ist die „Soziale Woche“ ein Gewinn – die elf Azubis aus dem zweiten Lehrjahr bekommen wertvolle Einblicke in die Werkstattarbeit, während die Beschäftigten neue Begegnungen und Gespräche erleben. In diesem Jahr hatten die Nachwuchskräfte erneut eine besondere Geste im Gepäck: Aus Azubi-Aktionen und einer Aufrundung der Geschäftsleitung überreichten sie gemeinsam mit HR-Business-Partnerin Lena Kalb und ihren beiden Ausbildern einen Spendenscheck über 1.500 Euro an die Lebenshilfe.
„Die Spende kommt direkt unserer Werkstattarbeit und damit allen Mitarbeitenden zugute“, betonte Geschäftsführer Dennis Kummarnitzky, der sich herzlich beim gesamten CeramTec-Team bedankte. Er erinnere sich gut an 2019, als der Laufer Standort des international tätigen Hochleistungskeramik-Herstellers CeramTec und die Moritzberg-Werkstätten ihre Kooperation offiziell besiegelten. Eine Partnerschaft, die sich seither kontinuierlich positiv entwickelt.
Ein besonderer Moment für Lena Kalb: Sie war damals selbst noch Auszubildende und begleitete die ersten Schritte der Zusammenarbeit. Heute freut sie sich darüber, wie nachhaltig die Kooperation wirkt. „Solche Projekte fördern gegenseitige Akzeptanz und Begegnungen auf Augenhöhe“, sagt sie. CeramTec wolle nicht nur fachlich ausbilden, sondern auch soziale Kompetenzen und Bewusstsein für Inklusion stärken.
„Wir freuen uns über diese Initiative für und mit unseren Auszubildenden. Sozialprojekte wie dieses fördern die Akzeptanz von Menschen mit und ohne Behinderung nachhaltig“, so Lena Kal. Wie viel eine solche Kooperation bewirken kann, zeigt das Beispiel Kai Wimmer besonders eindrucksvoll: Er wechselte 2022 vom Metallbereich der Moritzberg-Werkstätten auf einen Außenarbeitsplatz bei CeramTec – ein lang gehegter Wunsch, der durch die enge Partnerschaft möglich wurde.
Fotos: Matthias Klatt