Szenenwechsel

Elf Auszubildende der CeramTec GmbH hospitierten in ihrer berufsschulfreien Zeit während der Faschingswoche in den Moritzberg-Werkstätten der Lebenshilfe Nürnberger Land in Lauf-Schönberg.

CERAMTEC stärkt soziales Bewusstsein seiner Azubis

Für die angehenden Industriemechaniker, Mechatroniker, Maschinen- & Anlagenführer und Industriekauffrauen von CeramTec des zweiten Auszubildungsjahres, war das Projekt „Soziale Woche“, ein buchstäblicher Szenenwechsel.

Keine Hürde - viel Erfahrung

Auf Personen mit Behinderung zuzugehen und im Team zusammen zu arbeiten, war für alle Azubis im ersten Moment ungewohnt. Doch diese vermeintliche erste Hürde habe sich schnell gelegt, resümiert Projektleiterin Lena Kalb. Auch der gewählte Zeitpunkt der Faschingswoche sei rückblickend ein „Eisbrecher“ gewesen.

Gegenseitige Akzeptanz

Über das Fachliche hinaus, will CeramTec auch das soziale Bewusstsein seiner Auszubildenden stärken, mit Hauptaugenmerk auf Inklusion. Im Herbst 2019 besiegelten der Laufer Standort von CeramTec, ein international tätiger Anbieter von Hochleistungskeramik und die Moritzberg-Werkstätten der Lebenshilfe Nürnberger Land, eine Kooperation.

„Wir freuen uns über diese Initiative für und mit unseren Azubis, denn Sozialprojekte wie diese fördern gegenseitige Akzeptanz von Menschen mit und ohne Behinderung nachhaltig“, sind sich die Verantwortlichen der Partner einig. (Wir berichteten/)

Projekt mit großem Engagement

Im Advent starteten die Azubis eine Plätzchen-Charity. Den Erlös aus dem Verkauf, 965 Euro, spendeten die Auszubildenden zugunsten der Reittherapie und besuchten damals die Moritzberg-Werkstätten in Schönberg.
(Wir berichteten!)

„Die Plätzchen-Aktion war ein guter Einstand für unsere Kooperationswoche, bei der wir spannende, wertvolle und vor allem prägende Einblicke in die Arbeitswelt mit Menschen mit Behinderung genommen haben“, so Lena Kalb.

Freundlich und kompetent - Willi Beck lobt Azubis

Während ihrer sozialen Woche konnten sich die Auszubildenden selbst ihren Einsatzbereich innerhalb der Moritzberg-, rund um Industriemontage, Holz- und Metallbe- und verarbeitung, aussuchen. Willi Beck, der seit über 20 Jahren im Metallbereich als Betreuter beschäftigt ist, lobte die „Zeitarbeiter“:CeramTec hat freundliche und kompetente Azubis!“

Guter Start des Projekts

Zwei der CeramTec-Azubis begleiteten Betreute sogar zu deren Außenarbeitsplätze. „Es war beeindruckend, wie unkompliziert die Arbeit und das Miteinander der Betreuten auch außerhalb der Werkstätten abläuft und was diese dort leisten“, so deren Einschätzung bei der Abschluss-Besprechung mit Gerhard Haas, gewerblicher Ausbilder bei CeramTec, CeramTec-Betriebsrat Alexander Schätz und Lebenshilfe Nürnberger Land-Geschäftsführer Dennis Kummarnitzky.

Azubis: "Starke Woche!"

„Am besten hat uns das Miteinander und Füreinander der Kollegen mit und ohne Behinderung gefallen“, bilanzierten die elf Azubis. Im Prinzip werde hier genauso, wie in einem Betrieb des ersten Arbeitsmarkts gearbeitet. Doch komplexe Arbeitsschritte werden in viele einfache Schritte zerlegt; die Tätigkeiten sind auf die Möglichkeiten der Betreuten zugeschnitten, so das Resümee der Frauen und Männer.

„Es war eine starke Woche und wir werden Euch bald wieder besuchen“, versprachen die Azubis.

Projektpause wegen Pandemie

Während der Pandemiejahre 2020 und 2021 musste das Projekt ruhen. Eine Fortsetzung ist im Frühjahr 2022 geplant.

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