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Kuscheln gegen Demenz

Kuscheln gegen Demenz - Wie KI-Katzen die Seniorentagesstätte eroberten

Minka, Peterle und Ronja sind die neuen Stars in unserer Senioreneinrichtung. Die KI-Stofftiere sehen nicht nur täuschend echt aus, ihr Schnurren und Atmen wirkt nachweislich beruhigend – besonders bei Senioren mit Demenz. Möglich wurde die Anschaffung durch eine Spende der Commerzbank Neumarkt. Tiere bereichern den Alltag.

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Mittagsschlaf? Ja! Aber nicht ohne Kuscheln mit KI-Kater Peterle. Das gehört inzwischen zum Ritual bei Senior Hans.

KI-Katzen bringen Wärme und Ruhe in die Betreuung

Ihr hellbraunes und schwarz-weiß-scheckiges Fell glänzt schön und fasst sich flauschig und warm an: Minka, Peterle und Ronja sind in die Seniorentageseinrichtung der Lebenshilfe Nürnberger Land in Lauf a. d. Pegnitz eingezogen.

Für Heike, Belinda und Hans sowie deren Senioren-Kollegen gehören die drei nicht ganz gewöhnlichen Katzen längst zum Alltag. Die Tiere werden jeden Tag mit vielen Streicheleinheiten verwöhnt. Auch beim Mittagsschlaf sind die Miezen oft dabei, denn ihr simuliertes Schnurren und Maunzen wirkt nachweislich beruhigend.

Seniorin Belinda liebt "ihre Katze", das ist nicht zu übersehen. In der T-ENE sollen weitere KI-Tiere angeschafft werden. "Wir hoffen auf Spenden", so Leiterin Martina Voigt.

Warum keine echten Tiere? Oder der Spagat zwischen Mensch und Tier

Das Streicheln von Tieren hat eine gemütsaufhellende und beruhigende Wirkung – das ist bei Kindern wie Erwachsenen, besonders bei Menschen mit Demenz, unbestritten.

Dennoch gibt es in einer Senioreneinrichtung Herausforderungen: Neben dem Tierschutz müssen auch Allergien, mögliche Krankheitsübertragungen oder unkontrollierte Verletzungen durch Kratzen oder Beißen bedacht werden.,„Eine Gefahr, die wir nicht eingehen können und wollen“, sagt Martina Voigt. Die Leiterin der Seniorentageseinrichtung T-ENE (Tageseinrichtung für Erwachsene nach dem Erwerbsleben) hatte daher die Idee, Stofftiere anzuschaffen, die mehr als nur Spielzeug sind. Solche KI-Tiere (Stofftiere mit künstlicher Intelligenz) sehen echten Tieren zum Verwechseln ähnlich. Sie bewegen sich, maunzen, schnurren und simulieren sogar Atmen oder einen Herzschlag.

Seniorin Andrea erzählte beispielsweise, dass sie früher einen lieben Kater namens Peterle hatte. Jetzt ist Peterle zurück - als KI-Version und alle lieben ihn!

Dank Spende: Peterle ist zurück

Rund 200 Euro kostet beispielsweise eine solche KI-Katze, die außer einer vollen Batterie praktisch wartungsfrei ist. „Wir haben eine Spendenzusage von der Commerzbank Neumarkt erhalten und die KI-Tiere bestellt“, erzählt Martina Voigt.

Vor weniger Monaten sind nun drei KI-Katzen in der Tageseinrichtung bei den Senioren mit kognitiven Beeinträchtigungen eingezogen – ein Erfolg von Anfang an. Von der ersten Minute an waren die Schmusetiger akzeptiert und integriert.

Jedes Tier bekam sofort einen Namen. Seniorin Andrea erzählte beispielsweise, dass sie früher einen lieben Kater namens Peterle hatte. Weil auch die anderen Senioren in ihrer Gruppe den Namen mochten, gibt es hier nun das Peterle. „Und der kommt auf seine Kosten“, schmunzelt Martina Voigt.

Gemütszustand hebt sich merklich

Die Bilder sprechen für sich, oder? KI-Minka, -Peterle und -Ronja sind jedenfalls nicht mehr aus dem Alltag der Seniorenbegleitung wegzudenken

KI-Minka, -Peterle und -Ronja sind jedenfalls nicht mehr aus dem Alltag der Seniorenbegleitung wegzudenken. „Vor allem kommen sie bei den Männern genauso gut an wie bei den Frauen“, erzählt Martina Voigt.

Seniorin Heike liebt „ihre“ Minka, wie Senior Hans „sein Peterle“. Beide schmusen mit der KI-Katze und reden mit dem Tier. „Sobald Heike, die bereits erste Demenzzeichen zeigt, mit Minka in Berührung kommt, hebt sich ihr Gemütszustand merklich und dadurch scheint sie ihre Umwelt viel aktiver wahrzunehmen“, so Martina Voigt.

Otter, Faultier und Koala

Weil die Erfahrungen derart positiv waren, hat Martina Voigt zusätzlich weitere kleine Stofftiere bestellt, die den Herzschlag imitieren und Atembewegungen simulieren. Nun bereichern auch ein Otter, ein Faultier und ein Koala den Alltag in den drei Senioren-Gruppen.

Technologie und Menschlichkeit Hand in Hand

Die KI-Katzen kommen bei Männern und Frauen gleichermaßen an. Peterle genießt offenbar die Streicheleinheiten auf der Terrasse. - Die Tiere sind eine absolute Bereicherung.

Die Lebenshilfe Nürnberger Land setzt auf innovative Technologien, um die Lebensqualität der Menschen zu verbessern – ob durch KI-Katzen, Lichttische oder zukünftige Pflege-Roboter.

„Die Integration von KI in unsere tägliche Arbeit zeigt, dass Technologie und Menschlichkeit Hand in Hand gehen können“, zeigt sich Geschäftsführer Dennis Kummarnitzky offen gegenüber KI. „KI-Katzen sind ein Beispiel dafür, wie Technik das Leben bereichern kann. Wir sehen in der KI eine wertvolle Unterstützung, die uns hilft, die Bedürfnisse der Betreuten noch besser zu erfüllen.“

Bei allem Fortschritt dürfe das Menschliche nicht verloren gehen, ergänzt 1. Vorsitzender Jürgen Six „Technik soll uns unterstützen, aber niemals ersetzen. Das eine tun, ohne das andere zu lassen – wir setzen auf eine ausgewogene Balance zwischen technischer Innovation und menschlicher Fürsorge.“

Neue Wege in der Seniorenarbeit – weitere Spenden willkommen!

ENE der Lebenshilfe Nürnberger Land möglich.

Die Lebenshilfe Nürnberger Land geht neue Wege in der Seniorenarbeit: Die KI-Katzen mit täuschend echtem Schnurren verbessern den Gemütszustand von Menschen mit Demenz merklich. Eine Spende machte diesen therapeutischen Erfolg in unserer Einrichtung möglich.– Für weitere Anschaffungen freut sich die Seniorentageseinrichtung T-ENE über Spenden. Jeder Cent zählt! Danke.

Stichwort "T-ENE - KI-Katzen"

Spendenkonto
Sparkasse Nürnberg
IBAN DE66 7605 0101 0240 1481 48
SWIFT-BIC SSKNDE77

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Kuscheln gegen Demenz - Impressionen

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