Das Maß aller Dinge

... ist der Mindestabstand von 1,50 Meter. – Und so lautet auch in den Förderstätten am Haberloh das Gebot der Stunde. Die Einrichtung für Erwachsene mit schwerer und mehrfacher Behinderung bleibt bis 30. Juni 2020 geschlossen.

Notbetreuung im geräumigen Mehrzweckraum

Einige Betreute, die noch Daheim leben, werden in einer Notgruppe im geräumigen Mehrzweckraum des Betreuungszentrums betreut und gefördert. Den geforderten Abstand können Betreute und Betreuer hier gut realisieren.

"Betreute als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen derzeit das beste aus der Situation und sind dabei noch überaus kreativ", sagt Förderstättenleiterin Franziska Zoufal. Die abstrakte Zahl des Abstands, "dem Maß aller Dinge" (zu Corona-Zeiten), stellte die kleine Gruppe ganz plastisch dar: Natürlich mit Klopappierrollen. Also jenem Produkt, der während des Corona-Lockdowns so viel Begehrlichkeiten weckte.

"Wir freuen uns, wenn es bald wieder so etwas wie Normalität in unseren Förderstättenalltag kommt", so Franziska Zoufal und weiter: "Bislang werden viele unserer 'Förderstättengänger', die im angeschlossenen Wohnheim leben, dort direkt in ihrer Wohngruppe betreut. Auch einige externe 'Förderstättengänger' sind noch Zuhause bei ihren Eltern."

Zum 1. Juli 2020 werden die Förderstätten am Haberloh dann wieder ihren Alltagsbetrieb aufnehmen.