Mitreden. Mitbestimmen. Mitgestalten.

Werkstattleitung als auch Vorstand und Geschäftsleitung nahmen an der Werkstattratssitzung teil.

"Zu tun oder zu besprechen gibt es immer etwas im Werkstattrat“, erzählt Stefan Mancini. Vor einem Jahr hat er sich für das Amt aufstellen lassen und schaffte gleich den Sprung an die Spitze der Vertretung der Werkstatt-Mitarbeiter. „Ich setze mich gern für andere ein und will hier in unseren Moritzberg-Werkstätten Dinge mitgestalten.“

Das Gremium des Werkstattrats vertritt die Interessen von rund 380 Kolleginnen und Kollegen mit Handicap und ist damit Schnittstelle zwischen behinderten Arbeitnehmern und Werkstattleitung, Elternbeirat, Betriebsrat und der Geschäftsleitung. Unterstützt wird das Gremium von Vertrauensperson Harry Huber. Er gilt bei den Betreuten als freundschaftlich-kollegialer Ansprechpartner. „Er hilft uns beispielsweise bei komplizierten Sachverhalten und Texten oder bei organisatorischen Dingen“, erläutert Beisitzerin Svenja Schweigel. 

Wie wichtig Vorstand und Geschäftsleitung das Thema Mitbestimmung ist, zeigt beispielsweise das monatliche Forum, zu dem Lebenshilfe-Vorsitzender Gerhard John einlädt: „Einmal im Monat treffe ich mich mit allen Vorsitzenden unserer Betreuten-Vertretungen. Ich finde es wichtig, unsere Betreuten aus „erster Hand“ mit Informationen, wie beispielsweise über Inklusionsprojekte, Baumaßnahmen oder personelle Veränderungen, zu versorgen und hier auch deren Wünsche und Anregungen zu hören.“ 

Werkstatträtin und Frauenbeauftragte Lydia Stähle schätzt das Engagement des Vorstands sehr, das zeige, wie sehr Betreute und deren Meinung wertgeschätzt würden. Die Geschäftsleitung lädt zudem die Vorsitzenden der Betreuten-Vertretungen, in turnusgemäßen Abständen, zur inklusiven Einrichtungsleiterbesprechung als auch Vorstandssitzungen, ein.

Und umgekehrt hatte das Gremium jetzt den ersten Vorsitzenden als auch Werkstatt- und Geschäftsleitung zur ordentlichen Werkstattratssitzung eingeladen (Bildszene, Foto v.l. Katrin Schmidt, Gerhard John, Stefan Mancini, Lydia Stähle, Iris Hofmann, Harry Huber, Dennis Kummarnitzky, Svenja Schweigel und Hans-Manfred Wolf).

WISSENSWERT

Der Vorsitzende des Werkstattrats vertritt die Interessen seiner Kollegen, ist Schnittstelle zu Vorstand, Geschäfts-und Werkstattleitung. Gleichzeitig ist der Vorsitzende auch Repräsentant der Moritzberg-Werkstätten als auch der Lebenshilfe Nürnberger Land. „Ein Repräsentant zu sein, bedeutet dabei weit mehr, als ‚nur‘ ordentlich auszusehen", weiß Stefan Mancini. Anfangs fiel es Mancini noch etwas schwer, bei offiziellen Anlässen auf der Bühne neben dem Vorsitzenden zu stehen und selbst ein kleines Grußwort zu sprechen. „Hier habe ich aber viel Unterstützung durch Vertrauensperson Harry Huber und meine Kollegen im Werkstattrat erhalten.“