Ende der "Ära Wolf"

Nach 24 Jahren geht Werksstattleiter Hans-Manfred Wolf in den Ruhestand. Lebenshilfe-Chef John sprach von der 24-jährigen und durch Erfolg geprägten ‚Ära Wolf‘. v.l. Schmitt, Högner, Rump, Wolf, Wagner, John und Kummarnitzky

Nach einem Jahr „Ruhestand auf Probe“ (wir berichteten) verabschiedete die Lebenshilfe Nürnberger Land-Familie zum 31. März 2021 ihren langjährigen Werkstattleiter Hans-Manfred Wolf in den offiziellen Ruhestand. Über 24 Jahre verantwortete Wolf sehr erfolgreich die Geschäfte der Moritzberg-Werkstätten.

Abschied im kleinen Kreis

Freute sich insbesondere über die herzlichen Worte und Gesten "seiner Betreuten"; Werkstattrat hatte ein Überraschungsgeschenk. | Hans-Manfred Wolf bei seinem Abschied am 31.3.21.


Im Namen der Lebenshilfe-Familie wünschte Lebenshilfe-Chef Gerhard John Hans-Manfred Wolf für seinen Ruhestand alles Gute: „Die ‚Ära Wolf‘ – fast ein Vierteljahrhundert – ist geprägt von Erfolg und Fortschritt – im wirtschaftlichen, als auch im sozialpädagogischen Bereich unseres Fachverbands.“

Wolf sei, so John im erneut coronabedingten kleinen Abschiedskreis, ein Stratege und Entwickler und zugleich ein Tra­di­ti­o­na­list. Dabei ließ er Meilensteine aus Wolfs Wirken Revue passieren. Bereits im ersten Jahr der „Ära Wolf“ – die am 1. März 1997 begann – erreichte die Werkstatt erstmals ein positives Betriebsergebnis, bis heute.

Meilensteine

Etliche Bau-, Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen fielen in die "Ära Wolf". Solarthermie, Photovoltaik, Hackschnitzelheizung - die die Moritzberg-Werkstätten schauten immer ökologisch und nachhaltig in die Zukunft. Die Lebenshilfe-Hackschnitzelheizun


Wolf führte 1998 ein Qualitätsmanagement ein, qualifizierte die Moritzberg-Werkstätten damit für Industrieaufträge. Er etablierte den Fachbereich Arbeitssicherheit für alle Einrichtungen der Lebenshilfe und verantwortete zahlreiche Baumaßnahmen der Lebenshilfe-Werkstätten, darunter die erste Hackschnitzelanlage im Landkreis 1997 oder 2011 das Reittherapiezentrum, zu dessen Einweihung die damalige Bundessozialministerin Ursula von der Leyen und viele weitere Mandatsträger sowie Prominente und wichtige Vertreter der "Reitszene", kamen.

Wolf stellte den wichtigen Zweig der beruflichen Inklusion als Einrichtung „Sora“, unter dem Dach der Werkstätten, auf eigene Füße und er schaffte in 24 Jahren viele moderne Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Behinderung usw.

Seine Laudatio schloss John mit dem Wilhelm Busch-Zitat “... meistens hat, wenn zwei sich scheiden, einer etwas mehr zu leiden“.

Teamplayer Wolf

Die Moritzberg-Werkstätten – eine starker Gemeinschaft. Wolf förderte stets die Bildungsangebote zur Persönlichkeitsbildung; Sportteams kamen stolz von Turnieren (hier Special Oylympics) zurück und wurden von allen gefeiert und bejubelt.


Wolf dankte gegenüber John für die verbalen "Lorbeeren", doch diese gebührten ihm aber nicht allein. Er sei ein Teamplayer. Nur durch die Unterstützung des gesamten Werkstätten-Teams seien diese Erfolge möglich gewesen und dankte im Abschiedskreis sehr herzlich gegenüber seiner langjährigen Sekretärin Evi Wagner (seit 2008 war sie die gute Seele und rechte Hand in Wolfs Vorzimmer), seinem Stellverterter und pädagogischen Werkleiter, Peter Rump sowie dem technischen Werkleiter, Karl-Heinz Högner. Gegenüber Vorstand und Geschäftsleitung dankte er besonders für deren Vertrauen und Begleitung.

Gute Entscheidung

Chefsache: Wolf brachte 1998 das Qualitätsmanagement für die Lebenshilfe Nürnberger Land auf den Weg. Systembegutachtungen WfbM durch die Prüfer der DQS begleitete er stets.


Ehrenvorsitzender Gerd Neumann, er hatte seinerzeit Hans-Manfred Wolf als Werkstattleiter eingestellt, freute sich, mit seiner Wahl ein sehr gutes Händchen bewiesen zu haben – heute würden die Moritzberg-Werkstätten als Qualitätssiegel bei Betreuten, Mitarbeitern und bei Kunden begriffen.

Geschäftsführer Dennis Kummarnitzky sei dankbar für Wolfs großartige Arbeit in menschlicher als auch betriebswirtschaftlicher Hinsicht; die letzten 24 Jahre trügen Wolfs Handschrift. Allein die Entwicklung der inklusiven Belegschaft der Werkstätten belege dies: 1997 waren 239 Betreute und 58 Mitarbeiter beschäftigt. Heute, 2021, sind es 351 Betreute und 127 Mitarbeiter.

Dünkel dankte dem Leiter und auch Freund Hans Wolf

Ortsbegehung des Areals Schönberg mit HV, WfbM, Schule und FED 2012 - Lebenshilfe bringt das Klimaschutzkonzept 2040 auf den Weg: ... mit Professor Brautsch, Hochschule Amberg, dem Architekturbüro Thiel-Holzinger.


Norbert Dünkel, bis 2018 Geschäftsführer der Lebenshilfe, war terminlich verhindert, sandte eine Videobotschaft (vgl. oben bzw. Videogruß auf YouTube) und dankte darin nicht nur dem erfolgreichen Werkstattleiter, sondern vor allem auch Hans Wolf, als kollegialem Freund für dessen große und nachhaltige Arbeit für Menschen mit und ohne Behinderung.

Seit 1. Juli 2020 ist Jürgen Schmitt der neue Chef der Moritzberg-Werkstätten. Obgleich eine Einarbeitung im klassischen Sinne coronabedingt nicht möglich war, konnte Jürgen Schmitt "direkt ins Geschäft der Werkstätten einsteigen", wie er bekundete und dankte seinem Vorgänger herzlich: „Herr Wolf Sie haben mir und damit unserem gesamten Team einen 'vorbildlichen Schreibtisch' und ein stabiles Fundament hinterlassen. Trotz der coronabedingten Herausforderungen konnte ich quasi ‚nahtlos‘ die Arbeit in den Moritzberg-Werkstätten fortführen.“

Videogrüße zum Abschied

Im Namen der Betreuten überreichte Stefan Mancini, Vorsitzender des Werkstattrats, begleitet durch Harald Huber, Vertrauensperson der betreuten Belegschaft, ein Andenkten aus vielen Jahren des Für- und Miteinanders. Betreute und Personal sowie langjährige Kunden und Wegfährten entboten zudem Videogrüße (hier zeigen wir aus datenschutzrechtlichen Gründen nur einen kleinen Ausschnitt der Videobotschaften):

Verabschiedung im kleinen persönlichen Kreis und vielen digitalen Abschiedsgrüßen

+++ Hinweis: Nutzen Sie Ihre volle Bildschirmgröße und klicken Sie bei der Vorschau des Abschiedsvideos die Möglichkeit: "Video auf YouTube ansehen". +++

Bleibe "meiner Lebenshilfe" immer verbunden

Respektvolles Miteinander: Betreute Mitarbeiter Steffika S., Michael O. und Coretta G. mit Christian Tauschhuber von MAN Trucks&Bus Nürnberg, Hans-Manfred Wolf und Dennis Kummarnitzky.

Wolf war von den analogen als auch digitalen Gesten sichtlich berührt. Es sei aber kein endgültiger Abschied, betonte Hans-Manfred Wolf: „Als Freund und Mitglied bleibe ich ‚meiner Lebenshilfe‘ immer verbunden. Und ich freue mich schon heute auf die Zeit, wo es wieder Lebenshilfe-Sommerfeste geben wird, zu denen ich mit meiner Frau gerne komme.“

Impressionen & Schnappschüsse aus 24 Jahren "Ära Wolf"

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