Gütesiegel gilt für drei weitere Jahre

Gütesiegelfähige Qualität nach DIN EN ISO 9001:2015 wurde der Lebenshilfe Nürnberger Land durch Auditoren der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen erneut bescheinigt.

Dr. Markus Reimer und Gerhard Weidemann, Auditoren der DQS (Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen mit Sitz in Frankfurt) nahmen bei ihrer Prüfung Abläufe in der Betreuung, der medizinischen Versorgung sowie in der Verwaltung der Lebenshilfe stichprobenweise unter die Lupe. „Die Lebenshilfe-Mitarbeiter kennen und beherrschen ihre Abläufe und das schafft Zeiträume für Betreuung und Förderung“, so das lobende Fazit der Auditoren.

Das Hauptaugenmerk des Audits lag auf den Einrichtungen Hauptverwaltung, den Moritzberg-Werkstätten sowie der Förder- und Wohnstätten. Die Qualität für ein solches Zertifikat, betonte der neue Geschäftsführer Dennis Kummarnitzky, werde aber nicht nur zu einem Stich-Zeitpunkt gemessen: „Bei uns steht die Arbeitsqualität, eine Arbeit bei der es um Begleitung und Förderung von Menschen mit Behinderung geht, täglich auf dem Prüfstand. Unsere eigentlichen Prüfer sind unsere Betreuten, sind Spender und Geschäftspartner.Angesichts des stetig wachsenden Sozialverbands Lebenshilfe Nürnberger Land, mit 1500 Betreuungsplätzen, 24 Einrichtungen und über 900 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen, sei dies nur mit Strukturen einer Managementnorm, wie der DIN EN ISO 9001:2015, möglich. Sein Dank gebühre allen Mitarbeitern, die die Qualitätsnorm erst mit Leben erfüllten und den Qualitätsbeauftragten Thomas Raum und Andrea Rekitt für Ihre hervorragende Arbeit. Vorrangiges Ziel der Lebenshilfe ist nun, das hohe Niveau zu halten und auszubauen.

Auf dem Prüfstand ... standen erneut die Wohnheime

Foto/Szene: Systemcheck im Apartmenthaus "Inklusive Wohnwelt", Altdorf: Dr. Markus Reimer im Gespräch Wohnheimleitung Petra Taubmann sowie Auditor Gerhard Weidemann als auch mit den Qualitätsbeauftragten Andrea Rekitt und Thomas Raum; Bewohner Christian Eibert wohnte dem Gespräch bei. Ein starkes Feedback erhielt Leiterin Taubmann für die offensichtlich herzliche Begleitung und Betreuung der Bewohner. Man fühle sich in dem neuen Haus sehr willkommen.

Dr. Reimer lobte abschließend das Team der noch jungen Einrichtung "Inklusive Wohnwelt" in Altdorf einmal für den überaus respektvollen Umgang gegenüber den Bewohnern als auch den Teamgeist der Mitarbeiter, der die Basis für eine spürbar menschliche Betreuung erst biete, ebenso die klaren Prozessabläufe oder Dokumentationen im Bereich Betreuung und insbesondere bei der Verwaltung.

... sowie der Berufsbildungsbereich

In den Moritzberg-Werkstätten herrsche wahrlich ein guter „Qualitätsgeist“, so die Überzeugung von Auditor Dr. Reimer. Hier stand insbesondere der Berufsbildungsbereich auf dem Prüfstand. Der Auditor attestierte den Moritzberg-Werkstätten der Lebenshilfe Nürnberger Land als AZAV-zugelassener Bildungsträger.

Wissenswert

Der 1. Januar 2013 war für Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) ein wichtiger Stichtag. Die Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) ersetzt seither die bisherige Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZWV). Mit der Neuverordnung hat der Gesetzgeber für mehr Transparenz und Wettbewerb im Bereich der Arbeitsförderung geschaffen und damit auch die Qualität der Maßnahmen verbessert.

Nur mit dem Bestehen dieses Zulassungsverfahrens, kann ein Bildungsträger auch künftig durch öffentliche Gelder, geförderte berufliche Qualifizierungen durchführen. Die Lebenshilfe Nürnberger Land erfüllt für den Berufsbildungsbereich (BBB), die von der Bundesagentur für Arbeit notwendigen Fördervoraussetzung, gemäß Sozialgesetzbuch § 184 SGB III. Die Begutachtung durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS), war erneut ohne Beanstandung.

Mehr über die AZAV erfahren Sie u. a. auf Wikipedia.