Gerhard John, Vorsitzender der Lebenshilfe Nürnberger Land, begrüßte die Selbstvertreter aus Wohnen, Senioren und Werkstätten sowie ihre Vertrauenspersonen im Gasthaus Grüner Baum in Diepersdorf. „Schön, dass Sie alle da sind“, sagte John und lächelte in die Runde. „Dieses Treffen heute ist für mich etwas ganz Besonderes.“ Das vorweihnachtliche Arbeitsessen ist längst Tradition. Seit 2013 gehört es als fester Bestandteil zu Johns monatlichen Jour Fixe-Terminen. „Heute aber ist es mehr als Routine. Es ist auch ein Abschied“, so John.
„Was für ein Jahr!“, sagte John. „Ein ereignisreiches Jahr – mit vielen Höhepunkten. Das Sommerfest 50 Jahre Werkstätten war sicher eines davon.“ – Wer alle Meilensteine aus dem Jahr 2025 nachlesen möchte, findet diese im Geschäftsbericht und natürlich auf der Website der Lebenshilfe. Dann wurde John kurz nachdenklich: „Für mich persönlich war es ein besonderes Jahr – mein letztes aktives Lebenshilfe-Jahr.“ Die Einladung sei sein Dankeschön für die konstruktive, freundschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Genau das macht uns aus: Wir reden nicht übereinander, sondern miteinander. Inklusion heißt für uns: informieren und mitgestalten.“ „Ich finde es gut, dass wir unsere Meinung sagen dürfen“, sagte Birgit Eibert, Selbstvertreterin aus dem Bereich Wohnen. „Man hört uns zu – das ist nicht überall so.“ Werkstatträtin Iris Hoffmann ergänzte: „Das Sommerfest war mein Highlight. So viele Leute, so viel Spaß – das bleibt in Erinnerung.“ Birgitt Hübner, Sprecherin der Seniorenvertretung T-ENE meldete sich zu Wort: „Mir gefällt, dass wir hier nicht nur essen, sondern auch reden können. Das ist wichtig.“
Die Selbstvertreter überraschten John mit einem Abschiedsgeschenk und ehrten ihn in ihrer Laudatio: Für sie bleibe er der „Vorsitzende der Herzen“. Gerührt dankte John und fügte hinzu: „Ich freue mich jetzt auf die Jahreshauptversammlung am 22. November in Altdorf. Dort wird auch der Vorstand neu gewählt. Und lade auch Euch herzlich ein, Teil der Mitgliederversammlung zu sein.“ Kurz wurde es still, dann entwickelte sich ein lebendiger Dialog: Ideen, Wünsche und Erinnerungen wurden geteilt.