Spiele und Gaudi per Videoschalte

FED-Geschwisterkinder-Gruppe trifft sich per Vidoekonferenz. Die virtuellen Treffen kommen bei der Jugendgruppe gut an.

Beim Familienentlastenden Dienst, kurz FED, liegt das Hauptaugenmerk auf persönlicher Betreuung behinderter Menschen. Neben der häuslichen Betreuung, die Eltern bzw. Familien stundenweise Freiräume schafft, sind vor allem Gruppenangebote des FED’s beliebt. Wegen des Lockdowns trifft sich die FED-Geschwisterkinder-Gruppe jetzt online.

Geschwisterkinder treffen sich jetzt virtuell

Virtuelle Treffen sind während der Corona-Pandemie eine gute Alternative zu Präsenz-Veranstaltungen. Die Geschwisterkindergruppe des FED's hat die virtuellen Treffen gut angenommen.

Coronabedingt kann der Familienentlastende Dienst bis auf Weiteres keine Gruppenangebote anbieten. Eigentlich. Für sein noch junges Angebot für Geschwisterkinder hat das FED-Team gemeinsam mit Hospizteam Nürnberg eine virtuelle Lösung entwickelt und wird von den jugendlichen Gruppenmitgliedern richtig gut angenommen, berichtet Manuela Full-Gerlich: „Die digitalen Treffen per Teams oder Zoom klappen bei unserer Geschwisterkinder-Gruppe sehr gut. Wir tauschen uns aus und wir haben Spaß, aber eben nicht von Angesicht zu Angesicht.“

Weihnachtsfeier online, dazu Punsch, Spiele und Basteln

Anfangs war es für alle ein bisschen komisch, doch irgendwann vergisst man, dass es eine Videokonferenz ist und wir haben geredet, gelacht und zusammen gespielt. Einige Male hat sich die Gruppe nun schon digital verabredet.

„Vor Weihnachten gab es ein besonderes Online-Treffen“, erzählen Manuela Full-Gerlich und Angelique Heimstädt van Weert vom Hospizteam Nürnberg. "Wir haben den Buben und Mädchen aus der Gruppe vorab Päckchen mit einem kleinen Weihnachtsgeschenk, mit Leckereien und Bastelutensil zugeschickt."

Und so waren alle für die virtuelle Weihnachtsfeier ausgestattet. Bei Kinderpunsch und Schokofondue hat dann unsere Spiel- und Bastelaktionen begonnen. Es war eine richtige Gaudi. – Wir sind alle sehr glücklich mit dieser Lösung. Und die Leiterin der Gruppe kann sich für später solche digitale Treffen durchaus als Ergänzung für die Geschwisterkinder-Gruppe vorstellen. Die Kooperation mit dem Hospitzverein Nürnberg bzw. die Zusammenarbeit mit Angelique Heimstädt van Weert klappt jedenfalls on- als auch off-line.

Junges Angebot "Geschwisterkinder" kommt gut an

Erst vor einem guten Jahr hob der FED (Familienentlastende Dienst) der Lebenshilfe Nürnberger Land eine Geschwisterkinder-Gruppe aus der Taufe.

Ein wichtiges Angebot. Denn Geschwister behinderter Kinder müssen stets zurückstecken. Das Projekt startete in jeder Hinsicht gut: Das Interesse von Geschwisterkindern war immens und Familie Andreas und Steffi Kurzer spendeten für das neue FED-Projekt 5000 Euro (wir berichteten) zusammen mit den Ice Tigers; der Erlös aus der "movember-Wette" bzw. Spendenaktion.

Dann kam Corona und es gab nur wenigeTreffen im Sommer. Doch schon im Herbst musste die Gruppe wieder pausieren. Nicht alle Gruppenangebote sind als Videokonferenz möglich, doch beim Angebot für Geschwisterkinder ist das eine Option, auch visuell Kontakt zu halten.

„Digital Lösungen helfen uns sehr, unser Angebot wieder auszubauen und zu verbessern“, bestätigt auch die FED-Leiterin Regina Fritsch. Sie ist froh, dass die Geschwisterkindergruppe auch während der Pandemie weiter laufen kann.