Neues Therapieangebot: Neurofeedback hilft Kindern mit ADHS

Neurofeedback-Therapie: Sparkassendirektor Matthias Benk (rechts) ist angetan von der Verwendung seiner Geburtstagsspende, die Renate Thoma und Frühförderkind Luci anschaulich demonstrieren.

Neurofeedback heißt eine innovative Methode, von der insbesondere hyperaktive oder unaufmerksame Kinder profitieren. Kinder können spielerisch und in relativ wenigen Therapiestunden lernen, ihre Hirnaktivität mit Neurofeedback dauerhaft positiv zu regulieren. Dank der großzügigen Spendensammlung von Sparkassendirektor Matthias Benk über 6000 Euro konnte die Frühförderstelle der Lebenshilfe Nürnberger Land nun ein solches Neurofeedback-Therapiegerät anschaffen. 

Mit Neurofeedback Hirntätigkeit positiv programmieren

Renate Thoma, Leiterin des Medizinisch Therapeutischen Fachdiensts der Frühförderstelle, stellte die Neurofeedback-Methode jetzt Matthias Benk vor, der mit 6000 Euro die vielversprechende Therapie-Methode fördert. Statt Geschenke wünschte sich der Direktor der Sparkasse Nürnberg anlässlich seines „runden“ Geburtstags von seinen Gästen Spenden zu Gunsten der Lebenshilfe Nürnberger Land. 


Mittels Elektroenzephalografie, kurz EEG, kann mit dem Neurofeedback-Verfahren ermittelt werden, wann sich das Gehirn konzentriert bzw. entspannt, erläutert Renate Thoma: „Wir trainieren beim Neurofeedback mit den Kindern diese beiden Hirnzustände spielerisch.“ 

Dazu wurde Lucis Kopf mit Sensoren und Kabeln mit einem Rechner verbunden (FOTOSZENE). Auf dem Monitor vor ihr läuft ein Film und auch Musik wird eingespielt. Auf dem Monitor werden Lucis Eindrücke visualisiert – die Basis, um die Hirntätigkeit positiv zu programmieren. Das fünfjährige Mädchen gehört zu den ersten Kindern, die vom neuen Neurofeedback-Angebot der Lebenshilfe-Frühförderstelle profitieren. 

Neurofeedback basiert auf der Analyse bestimmter EEG-Ableitungen sowie der Rückmeldung (Feedback) an das Gehirn mittels audiovisueller und taktiler Animation. Vereinfacht könne man sich die Therapie wie ein Videospiel vorstellen, bei dem, statt Mouse oder Joystick, die Gedanken die Steuerung übernehmen; das Gehirn lernt quasi nebenbei durch Belohnung. 

„Ich freue mich sehr, die Frühförderung bei dieser neuen kognitiven Therapie-Methode zu unterstützen. Das ist eine Revolution aus der Neuromedizin, die nun  in unserer Region den Jüngsten helfen wird“, zeigte sich Matthias Benk beeindruckt.

Geschäftsführer Norbert Dünkel dankte im Namen der Lebenshilfe Nürnberger Land gegenüber dem Spender sehr herzlich: „Das Neurofeedback-Angebot geht weit über ein Förderextra hinaus. Mit dieser innovativen Therapiemethode können wir Kindern mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) sehr gezielt helfen.“

Eingebunden in ein ganzheitliches Förderkonzept stellt die computergestützte Therapieform eine  große Bereicherung in der Arbeit  der interdisziplinären Frühförderung dar und wird auch von den Krankenkassen im Rahmen der Ergotherapie finanziert. 

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Neurofeedback-Therapie: Sparkassendirektor Matthias Benk (rechts) ist angetan von der Verwendung seiner Geburtstagsspende, die Renate Thoma und Frühförderkind Luci anschaulich demonstrieren. 

… v.l., stehend: Renate Thoma, Leiterin Mediz.-Therap.-Fachdienst der Lebenshilfe Nürnberger Land, v.l., sitzend: Lebenshilfe Nürnberger Land-Geschäftsführer Norbert Dünkel, Lebenshilfe Nürnberger Land-Vorsitzender Gerhard John, Frühförderkind Luci und Spender Matthias Benk, Direktor der Sparkasse Nürnberg.