Vom Zweifel zur aktiven Mitarbeit

Ein Rahmen für Hoffnung: Familie Kipfstuhl unterwegs in der Natur. Für Sohn Mika bedeutet die Dr. Bernhard Leniger Schule ein Ort zum Wachsen, Lernen und Anerkanntsein. (Foto Familie Kipfstuhl)

Als Familie Kipfstuhl zum ersten Mal das Gelände des Förderzentrums der Dr. Bernhard Leniger Schule in Lauf-Schönberg betritt, ist der Eindruck ernüchternd. Der Bau aus den 1970er Jahren wirkt altmodisch, fast ein wenig aus der Zeit gefallen. Die Mutter Elke Kipfstuhl, selbst beruflich im öffentlichen Dienst tätig, fragt sich: „Ist das wirklich der richtige Ort für unseren Sohn Mika?“

Respekt und tiefes Verständnis

Baulicher Charme der 1970er-Jahre: Die Dr. Bernhard Leniger Schule in Lauf-Schönberg. Die Atmosphäre im Inneren ist geprägt von Wärme, Respekt und einem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse der Kinder.

Doch wie so oft im Leben täuscht der erste Eindruck! – Schon nach kurzer Zeit wandelt sich das Bild. Die Atmosphäre im Inneren ist geprägt von Wärme, Respekt und einem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse der Kinder. Die Lehrkräfte begegnen Mika mit Geduld und echter Zuwendung. Die Mutter spürt: Hier wird nicht nur unterrichtet – hier wird verstanden, begleitet und gefördert.

„Hier ist unser Kind gut aufgehoben!“

Feste feiern, lernen und entdecken – die HPT ist ein Wohlfühlort. Archivfoto: Faschingsfeier HPT.

Die anfänglichen Zweifel von Michael und Elke Kipfstuhl weichen einer festen Gewissheit: „Hier ist unser Kind gut aufgehoben!“ Die Familie erkennt, dass es nicht die äußere Hülle ist, die zählt, sondern das, was darin geschieht.

Sohn Mika blüht auf, findet Freunde, erlebt Erfolge – kleine und große. Sicher ist nicht immer alles einfach. Es gibt auch die ein oder anderen Rückschläge. Aber in der Zusammenarbeit mit Lehrkräften, Betreuern und Therapeuten können immer wieder gute Ideen entwickelt und Lösungen gefunden werden.

Mutter Elke Kipfstuhl spricht heute offen darüber, wie wichtig es ist, sich auf Neues einzulassen und Vorurteile zu hinterfragen. Es ist für die Familie eine große Entlastung, dass ihr Sohn sich in der Schule und der angeschlossenen Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) wohlfühlt, gerne dorthin geht und zugewandte Bezugspersonen hat, die ihn schätzen und fördern.

Unterstützung, Verständnis und gute Zusammenarbeit

Eine starke Gemeinschaft: Der Elternbereit (EBR) der Schule mit Vertretern aus SVE und Schule.

Nicht zuletzt, weil die Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Schule und HPT so positiv waren, ist Elke Kipfstuhl mittlerweile nicht nur Mitarbeiterin der Lebenshilfe Nürnberger Land. Sie ist außerdem aktives Mitglied im Elternbeirat der Schule und freut sich, somit Dank und Wertschätzung für die geleistete Arbeit aller Mitarbeitenden in Schule und Tagesstätte, ausdrücken zu können.

Michael und Elke Kipfstuhl resümieren „die Pflege eines behinderten Kindes ist eine Aufgabe, die Gemeinschaft braucht – Unterstützung, Verständnis und gute Zusammenarbeit. Das erleben wir in der Dr. Bernhard Leniger Schule.“

... mehr als ein Ort

Ein Ort, wo nicht nur Gemüse prächtig gedeiht, sondern vor allem Vertrauen wächst. Archivbild: "Ackerdemie: Grünes Schulprojekt"

Die Geschichte der Familie Kipfstuhl ist eine Einladung, genauer hinzusehen. Sie zeigt, wie wichtig es ist, Räume zu schaffen, in denen Kinder mit Behinderung nicht nur lernen, sondern sich entfalten dürfen. Und sie erinnert uns daran, dass Vertrauen oft dort wächst, wo wir es am wenigsten erwarten.

Einblicke

Impressionen aus dem facettenreichen Schulleben (Archivbilder)

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